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Werte messen statt Windeln wechseln
12.03.2010
Nadeln ansetzen und ...., "Piiieks" - bei der gestrigen Blutzuckermessung kniff mancher Neunt- und Zehntklässler der Stefan-Krumenauer-Realschule ängstlich die Augen zu. Im Rahmen einer Roadshow durch ganz Bayern wollen Sozialministerium und Bunderverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) Schulabgänger Pflegeberufe schmackhaft machen.
Nur eine "Windelwechselmaschine"? Von wegen! Mit dem Vorurteil, dass der Beruf eines Alten- oder Krankenpflegers einer zum Nase rümpfen sei, räume Heimleiter Georg Sigl (Wohnstift Pater Weiß) gleich beim Anfangsvortrag auf und lieferte weitere Argumente, eine Pflegeausbildung zu beginne: "Ältere Menschen werden immer mehr - Pfleger ist einer der sichersten Jobs".
Was mit dem Blutzuckerspiegel kurz nach dem Biss ins Pausenbrot passiert, ob der eigene Blutdruck im grünen Bereich ist und ob der Body-Mass-Index den Cola-Konsum verzeiht, davon konnten sich die Schüler anschließend an zehn Stationen selbst überzeugen:
Von den Auszubildenden der Pfarrkirchner KWA ließen sich die Neunt- und Zehntklässler nacheinander in die Finger pieksen und Oberarme abbinden.
Ob aus Interesse am Pflegeberuf oder um der eigenen Werte Willen - von den Pflegerinnen "anstecken lassen" haben sich fast alle Schüler.